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2. Schulmagazin

23 Schulmagazin Jakob H.: . dass er ein besonderer Mensch war? Dr. Hillen: Genau. Wir sind sehr froh und auch stolz, den Namen des Kardinals zu tragen, der auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine wichtige Rolle gespielt hat und die Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert entscheidend mitgeprägt hat. So ist die Kirche, wie wir sie heute kennen, sicherlich auch auf das Denken und Wirken von Kardinal Frings zurückzuführen. Er war ein Mensch mit großer Weitsicht, was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass er den späteren Papst Benedikt XVI. zu einem sei- ner Berater im Rahmen des Konzils gemacht hat. Der Name „Kardinal-Frings-Gymnasium“ ist also für uns einerseits eine Ehre, andererseits zugleich eine Aufgabe. Jakob F.: Haben Sie den Kardinal mal kennenge- lernt? Dr. Hillen: Nein, persönlich kennengelernt habe ich Kardinal Frings nie. Ich erinnere mich aber an meine erste Zeit als Messdiener. Damals war Frings noch Erzbischof von Köln. Nicht nur meine Groß- eltern haben oft begeistert von ihm erzählt. Er war offenbar ein Mensch, von dem sich die Gläubigen angesprochen fühlten. Aber zurück zur Schule: Wie wichtig er für uns ist, zeigt sich darin, dass der Weihespruch des Erzbischofs „Pro hominibus constitutus“ so etwas wie unser Schulmotto gewor- den ist. Lillith: Was kann man sich denn unter dieser ko- mischen Formulierung vorstellen? Dr. Hillen: Man könnte es übersetzen mit: „Für die Menschen bestellt“. Diese Formulierung stammt aus dem Hebräer-Brief. Etwas verkürzt gesagt ist ursprünglich gemeint, dass die Priester für die Menschen da sein sollen. Lillith: Wieso ist das wichtig für unsere Schule? Dr. Hillen: Wenn ihr euch in meinem Büro um- schaut, seht ihr hinter meinem Schreibtisch eine Büste von Kardinal Frings stehen. Er ist es, der uns – Schülern und Lehrern – bei unserer täglichen Arbeit buchstäblich den Rücken stärkt und von dessen Denken und Engagement wir uns hier alle getragen wissen. Habt ihr eine Idee, worin sich das im schulischen Alltag zeigt? Laura: Vielleicht in den wöchentlichen Schulgot- tesdiensten oder im Morgengebet, das vor dem Unterricht gesprochen wird. Dr. Hillen: Ganz bestimmt. Fallen euch weitere, ganz konkrete Dinge ein? Jakob F.: Ja klar, so Sachen wie unsere Streitschlich- ter, das Patensystem, das Orchester, der Schul-Sa- nitätsdienst, die Umwelt-AG, Erasmus+ usw. Auch, dass wir mit Herrn Pfarrer Haermeyer einen eige- nen Schulseelsorger haben. Dr. Hillen: Richtig. All diese Dinge sind in dieser Dichte der Ausdruck eines besonderen Selbstver- ständnisses. So ist es uns ein besonderes Anliegen, dass ihr euch alle hier gut aufgehoben, als ganz ei- gene Person - als Persönlichkeit -, die für unsere Schulgemeinde von großer Wichtigkeit ist, ernst genommen und begleitet fühlt. Niemand darf ver- loren gehen, könnte man sagen. Jakob H.: Ich habe noch eine andere Frage: Das Jahr 2014 ist für die Schule also ein besonderes Jahr. Ein

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