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2. Schulmagazin

158 Schulmagazin Nr. 2 gesprochen. Für viele Schülerinnen war dies eine neue Erfahrung, eine Antiphon zu sprechen. Es entspann sich hieraus in einer der Gruppen bei uns ein Gespräch darüber, dass die Messdiene- rinnen dies doch von Fronleichnam kennen. Die zweite Station – unsere kleine „Rast“ wurde dann von schweigendem Gehen abgelöst, dass die Mäd- chen erstaunlich gut durchgehalten haben. Auch hier wurde von einigen Mädchen gesagt, dass sie selten am Tag so lange schweigen. Wir haben beim Gehen im Wald darauf geachtet, welche Pflanzen, ggf. Tiere uns umgeben. In diesem Sinne ein Ge- hen zum Wahrnehmen mit allen Sinnen. Auf der Zielgeraden zum Altenberger Dom haben die Mädchen bereits die erste „fremde“ Schule ge- sehen und festgestellt und „diskutiert“, dass vie- le Schülerinnen und Schüler (!) anderer Schulen dabei sind. Auffällig fand ich insgesamt, dass die Kinder im Dom erstaunlich ruhig waren. Weihbi- schof Melzers Spezialgebiet ist m. E. die Predigt aus dem Erzählen heraus. Immer dann, wenn die Pre- digt mit Erzählungen eingeleitet wird, sind Kinder i.d.R. sehr aufmerksam. Mit Bussen wurden die Kinder mit ihren Klas- sen- und Religionslehrern zu Kirchen in der Um- gebung des Zielortes gebracht, wo sie durch den Schulseelsorger auf die Fußwallfahrt eingestimmt werden, und wo sie mit Gebet, Gesang und Besin- nung sternförmig mit den anderen Schulen zum Ziel pilgern. Der Weg führte teils steil bergauf und eine der meistgestellten Fragen war wohl „Wie lan- ge noch“? Aber der motivierteste Pfarrer und die erfahrensten Lehrerinnen konnten den geplagten Schülerinnen nicht die Last abnehmen, selbst den Weg zu Ende zu gehen. Auch darin war die Wall- fahrt ein treffendes Abbild menschlichen Lebens. Jeder muss den eigenen Weg gehen, da nutzt kein Schimpfen und Jammern. Den Gottesdiensten standen die Weihbischöfe Manfred Melzer, Ansgar Puff und am 4. Juni Prä- lat Gerd Bachner vor. Die Gottesdienste mit je- weils über 700 Schülerinnen und Schülern in der eindrucksvollen Kirche war ein starkes Gemein- schaftserlebnis. Die Nähe Gottes spüren: Das ist das Ziel vieler Gläubiger, die sich weltweit jedes Jahr zu religiösen Stätten aufmachen. Schon in der Bibel sind solche Pilgerreisen verankert, war doch jeder Jude verpflichtet, in seinem Leben drei Wall- fahrtsfeste im Tempel in Jerusalem zu besuchen (Ex 34,23). Eindrücke der Klasse 6d der Liebfrauenschule Köln von der Altenberg-Wallfahrt am 2.6.2014 „Ich fand die Wallfahrt schön, weil ich auf viel mehr in der Natur geachtet habe und es das ers- te Mal war, dass ich eine Simultankirche gesehen habe.“ „Es war sehr schön, in aller Ruhe durch den Wald zu wandern. Man hat Dinge bemerkt, die man sonst nicht sieht oder hört.“ „Ich fand die Wallfahrt sehr schön, sie war zwar anstrengend, aber es war mal was Anderes.“ „Der Weg, den wir gegangen sind, war schön.“ „Der Dom war sehr schön.“ „Ich fand es gut, dass wir auf der Wallfahrt auch eine Schweigezeit gemacht haben.“ „Ich fand die Wallfahrt gut. Der Weg war sehr be- sinnlich. Ich fand die Messe am besten.“ „Es war schön, in der Stille Gott näher zu kom- men.“

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